Ursache für die neuerlichen Aktivitäten auf der Bahnstrecke sind Filmaufnahmen am Bahnhof Sperenberg. Die Filmaufnahmen handeln von der Vertreibung der Deutschen aus Ostpreußen und Schlesien in den Jahren 1946/47. »Kindersuche« heißt der Film (Arbeitstitel). Ausgestrahlt werden soll er im Herbst 2009 in der ARD, in der Reihe »FilmMittwoch«. Gedreht wird der Film von der Ziegler Film GmbH Berlin. In dem Filmdrama geht es um ein zehnjähriges Mädchen, das seine Mutter während der Vertreibung im Sommer 1946 verliert. Der Bahnhof Sperenberg dient dabei als Kulisse für den Bahnhof der oberschlesischen Großstadt Zabrze (deutsch Hindenburg O.S.) bei Gleiwitz (polnisch Gliwice). Bei der Dampflokomotive, die während der Filmaufnahmen zum Einsatz kam, handelt es sich um die 41 150 (DR 41 1150 ab 1970), sie stammt aus dem rund 800 Kilometer entfernten Bayerischen Eisenbahnmuseum in Nördlingen. Lokomotiven der Baureihe 41 waren Einheits-Güterzuglokomotiven der Deutschen Reichsbahn. Die Lok mit der Betriebsnummer 41 150 wurde 1939 von den Schichau-Werken unter der Fabriknummer 3356 in Elbing, heute Elblag (Polen), gebaut. Die ersten Baumuster der Einheits-Güterzuglokomotive entstanden 1937. Die Deutsche Reichsbahngesellschaft (DRG), die auf der Suche nach einer neuen, schnellen Güterzuglokomotive war, übernahm 1934 den von der Berliner Maschinenbau AG, vormals L. Schwartzkopff, vorgelegten Vorschlag einer 1D1h2-Lokomotive. Nach erfolgreicher Erprobung der Baumuster begann die Fertigung der Baureihe 41 bei allen namhaften deutschen Lokomotivherstellern. Ein wesentlicher Vorteil der Einheitslokomotiven war, dass die Konstruktionskosten der Maschinen durch die Verwendung von Baugruppen, die auch in anderen Baureihen verwendet wurden, wesentlich günstiger waren. Die Lok, die in Sperenberg zum Einsatz kam, wurde 1994 von einem Sponsor für das Bayerische Eisenbahnmuseum in Nördlingen erworben. Das Museum wird durch einen Verein betrieben. Das Dienstgewicht der Lok liegt bei etwa 164 Tonnen. Sie kann eine Geschwindigkeit von 90 km/h erreichen. Am Donnerstagabend trat sie die Rückreise nach Zossen an und am Freitag fuhr sie wieder zurück in das Bayerische Eisenbahnmuseum. Zuvor hat die Sperenberger Feuerwehr die Lok mit Wasser versorgt.
PROGRAMM:
Samstag, 25. Oktober 2008 ab 19.00 Uhr: !(nl) Nacht-Foto-Session
vor dem Heizhaus Zell am See-Tischlerhäusl
Sonntag, 26. Oktober 2008 ab 8.49 Uhr:
Bespannung aller Planzüge zwischen 8.49 Uhr und 16.49 Uhrab
Zell am See (und zurück) mit Diesellokomotiven der Baureihe 2095
mit wechselnden Garnituren. Das genaue Programm inklusive Fahrplan
erhalten Teilnehmer vor Ort bei Kauf des Angebotspakets
Die Dampflok gehört zu der Baureihe 01 und damit zu den ersten ab 1925 in Serie gebauten Einheits-Schnellzuglokomotiven der Deutschen Reichsbahn. Die Lok ist in dem Zustand, wie sie bis zum Ende der Dampflokzeit bei der Deutschen Bundesbahn im Einsatz war - allgemein bei den Modelleisenbahnern bezeichnet als »Epoche III und IV«. Es ist die einzige noch vorhandene Lok in der Ausführung mit Originalfrontschürze und Witteblechen, Rauchkammertür ohne Handrad und Oberflächenvorwärmer.
Da sie in Berlin nur selten öffentlich gezeigt werden konnte, geben die »Freunde und Förderer des Deutschen Technikmuseums Berlin e.V.« die Lokomotive als Leihgabe in die Hände der »Ulmer Eisenbahnfreunde« nach Heilbronn, damit sie in der dortigen Betriebswerkstatt betriebsfähig aufgearbeitet werden kann. Da die Arbeiten ehrenamtlich durchgeführt werden, wird es rund sechs Jahre dauern, bis die Lok 01 173 wieder auf deutschen Schienen fahren kann.
Der Verein »Historischer Dampfschnellzug e.V.«, dem die »Ulmer Eisenbahnfreunde« angehören, wird mit der Lok dann Dampfschnellzug-Sonderfahrten durchführen. Auch Berlin und das Deutsche Technikmuseum wird dabei mindestens einmal im Jahr Reiseziel sein.
Die Übergabe der Schnellzug-Dampflok 01 173 erfolgte am zweiten Oktoberwochenende. Am 9. Oktober 2008 wurde sie von der Depothalle in Berlin-Schöneberg auf das Kreuzberger Museumsgelände überführt. In einer rund einstündigen, nicht-öffentlichen Fahrt wurde die Dampflokomotive von der Lok DTM 2, einer Lokomotive der Bauart MB 10 N aus dem Jahr 1967, bis zum Lokschuppen in der Trebbiner Straße gezogen. Dort nahm eine Delegation der »Ulmer Eisenbahnfreunde« die Lok in Empfang und machte sie lauffähig zur Überführung nach Heilbronn. Die 01 173 wurde mit einer E-Lok der Baureihe 139 und zwei Begleitwagen zu einem Zug zusammengestellt und verliess am 11. Oktober 2008 Berlin über das Südkreuz. Ihr Weg führte sie dann in drei Tagen über Halle und Saalfeld nach Heilbronn.
Seit ihrer Abnahme und Indienststellung am 1. April 1936 war die Schnellzuglok 01 173 verschiedenen Bahnbetriebswerken zugeteilt: bis 1938 dem Bw Göttingen P, von 1938 bis 1944 dem Bw Kassel Bahndreieck/Hbf und nach einer durch Kriegsschäden bedingten Pause ab 1948 im Bw Hagen-Eckesey. Nach 1949 führte ihr Weg über das Bw Köln Bbf, Bw Osnabrück Hbf zum Bw Hof. Am 1. November 1973 wurde die Lok z-gestellt und am 15. Dezember desselben Jahres nach einer Laufleistung von ca. 3,3 Mio. km ausgemustert. 1974 arbeiteten die Ulmer Eisenbahnfreunde die Lokomotive 01 173 in Aalen betriebsfähig auf und setzten sie bis 1975 als Museumslok ein. Da sie durch einen schweren Kesselschaden dienstunfähig geworden war, tauschten die Ulmer Eisenbahnfreunde sie gegen die Dampflok 01 1066 des Vereins »Verkehrsmuseum Berlin e.V.« aus. 1979 kam die 01 173 schließlich nach Berlin und befand sich seit 1986 im Depot des Deutschen Technikmuseums Berlin.
| Technische Daten | |
| Betriebsnummer | 01 173 |
| Baujahr | 1936 |
| Hersteller | Henschel & Sohn, Kassel |
| Fabriknummer | 22721 |
| Bauart | 2C1h2 |
| Treibraddurchmesser | 2.000 mm |
| Laufräder vorn | 1.000 mm |
| Laufräder hinten | 1.250 mm |
| Höchstgeschwindigkeit | 130 km/h |
| Leistung | 2240 PS |
| Kesseldruck | 16 kp/cm² |
| Rostfläche | 4,41 m² |
| Lokdienstgewicht | 168 t |
| Leergewicht (der Lok) | 99,9 t |
| Wasservorrat | 34 m³ |
| Kohlevorrat | 10 t |
| Länge über Puffer | 23.940 mm |