Home Inhaltsverzeichnis Revisionsdaten Wagen-Portrait
 LOKRUNDSCHAU 260

Kurzmeldungen

DB Arriva gewinnt Ausschreibung für Regionalverkehr in Schweden

Größter Auftrag für Nahverkehrsleistungen in der schwedischen Geschichte
(ms/dbK) Arriva, die Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn für den Regionalverkehr im Ausland, hat eine Ausschreibung der Stockholmer Nahverkehrsgesellschaft Storstockholms Lokaltrafik (SL) gewonnen. Arriva sichert sich damit einen Rekordauftrag: Der Vertrag hat eine Laufzeit von zwölf Jahren und ist der größte Nahverkehrsauftrag in der Geschichte Schwedens. Im Rahmen der Vereinbarung wird Arriva Sverige voraussichtlich rund 100 Millionen Fahrgäste im Jahr befördern und dabei 550 Busse, 45 Züge und 37 Straßen- und Stadtbahnen einsetzen. Damit verdoppelt Arriva die derzeitigen Aktivitäten im schwedischen Markt. Für den neuen Vertrag mit SL stellt Arriva Sverige rund 1.400 zusätzliche Mitarbeiter ein. Die Betriebsaufnahme erfolgt in zwei Stufen. Die erste Phase beginnt am 20. August 2012, die zweite am 6. Januar 2013. Arriva ist in Schweden seit 1999 im Busmarkt und seit 2007 im Schienenverkehr vertreten. Die Zahl der Mitarbeiter liegt derzeit bei rund 2.150.

Mit 112 139 als Zuglok durchfährt IRE 4278 (Berlin – Magdeburg) am 29. September 2011 den Bahnhof Saarmund. Foto: Hartmut Duvendack
Mit 112 139 als Zuglok durchfährt IRE 4278 (Berlin – Magdeburg) am 29. September 2011 den Bahnhof Saarmund. Foto: Hartmut Duvendack

Strategische Partnerschaft mit der katarischen Eisenbahn geht in eine neue Phase

Vertragsunterzeichnung in Doha
(ms/dbK) Die Deutsche Bahn mit ihrer Tochtergesellschaft DB International ist wichtigster strategischer Partner bei Entwicklung und Aufbau eines Verkehrsnetzes für das Emirat Katar am Persischen Golf. Ein wichtiger Baustein ist das geplante Metro-Netz in Doha, das den Flughafen mit dem Zentrum und den Fußballstadien für die WM 2022 verbinden soll. Dies bedeutet eine deutliche Entlastung für die Verkehrssituation in der Hauptstadt. Zur organisatorischen Abwicklung und Koordination des gesamten Projekts wurde das so genannte "Railways Steering Commitee" unter dem Vorsitz des katarischen Premierministers eingerichtet. Neu strukturiert wurde auch die Qatar Railways Company (RAIL), die katarische Eisenbahn. Zur Verkürzung der Entscheidungswege werden die ursprünglich bei der geplanten Qatar Railways Development Company (QRDC) angesiedelten Aufgaben künftig direkt von der katarischen Eisenbahn bearbeitet. Die Experten der DB International, die schon seit dem Jahr 2008 vor Ort an der Entwicklung des geplanten Verkehrsnetzes arbeiten, werden der RAIL zur Seite gestellt. Darüber hinaus übernimmt die DB International weitere Ingenieurdienstleistungen sowie die technische Beratung und perspektivisch Training und Qualifizierung des katarischen Personals. Ein entsprechender Vertrag ist in dieser Woche in Doha unterzeichnet worden. Der nächste Schritt des ambitionierten Projekts wird die internationale Ausschreibung der verschiedenen Gewerke sein.

Viele ehemalige Lokomotiven der Deutschen Reichsbahn fanden in Westdeutschland ein neues Betätigungsfeld - gleich vier Dieselloks der Baureihe 229 wechselten seinerzeit zur Bahnbau-Gruppe. Am 4. Februar 2012 fotografier Bernd Pibplack Bahnbau-229 181 in Duisburg-Wedau.
Viele ehemalige Lokomotiven der Deutschen Reichsbahn fanden in Westdeutschland ein neues Betätigungsfeld - gleich vier Dieselloks der Baureihe 229 wechselten seinerzeit zur Bahnbau-Gruppe. Am 4. Februar 2012 fotografiert Bernd Piplack Bahnbau-229 181 in Duisburg-Wedau.

Einweihung der Hochgeschwindigkeitsstrecke München – Augsburg

Mit 230 km/h von der Isar an den Lech
(ms/dbK) Mit einer Sonderfahrt feierten am 10. Dezember 2011 der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Rüdiger Grube, der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Peter Ramsauer, und Bayerns stellvertretender Ministerpräsident und Verkehrsminister, Martin Zeil, die Einweihung der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke von München nach Augsburg. Für rund 700 Millionen Euro baute die Bahn die Strecke von zwei auf vier Gleise aus. Fernverkehrszüge fahren nun mit Tempo 230 und benötigen weniger als 30 Minuten für die Strecke von München nach Augsburg. Die 61 Kilometer lange Strecke wird derzeit von annähernd 350 Zügen täglich befahren und zählt zu den meistbefahrenen Strecken im deutschen Güter- sowie Regional- und Fernverkehr. Sie ist ein Teil der Ost-West-Magistrale, die Budapest und Wien mit Paris verbindet. "Durch den viergleisigen Ausbau wird sich eine spürbare Entlastung einstellen. Der Verkehr wird künftig deutlich entzerrt, da der Fernverkehr vom Nah- und Güterverkehr getrennt wird. Damit können wir pünktlicher und zuverlässiger sowie schneller fahren", sagte DB-Chef Rüdiger Grube. Auf weniger als 30 Minuten reduziert sich die Fahrzeit für einige Fernverkehrszüge auf der nunmehr viergleisigen Strecke zwischen München und Augsburg. Mit 116 Kilometern Gleisneubau und 1,2 Millionen Kubikmetern bewegtem Bodenmaterial ist die Ausbaustrecke München – Augsburg in den vergangenen Jahren Bayerns größte und längste Bahnbaustelle gewesen. Finanziert wurde der Ausbau vom Bund, der Europäischen Union und der Deutschen Bahn AG.

Am 5. Februar 2012 passiert 101 114 mit ihrem IC das Zementwerk Dyckerhoff in Lengerich-Hohne. Foto: Olaf Suthe
Am 5. Februar 2012 passiert 101 114 mit ihrem IC das Zementwerk Dyckerhoff in Lengerich-Hohne. Foto: Olaf Suthe

Neues ICE-Werk in Frankfurt-Griesheim in Betrieb genommen

Instandhaltungswerk speziell für mehrsystemfähige Züge
(ms/dbK) Die Deutsche Bahn (DB) hat am 5. Dezember 2011 ein neues ICE-Instandhaltungswerk in Frankfurt-Griesheim in Betrieb genommen. Insgesamt wurden rund 40 Millionen Euro investiert. In dem ICE-Werk werden überwiegend die mehrsystemfähigen ICE-3-Züge für die internationalen Einsätze beheimatet sein. "Frankfurt am Main ist der optimale Standort, denn hier ist der Knotenpunkt für unsere schnellen ICE-Verbindungen ins benachbarte Ausland: Richtung Paris, Brüssel, Amsterdam, nach Wien und in die Schweiz", so Berthold Huber, Vorstand DB Fernverkehr, zur feierlichen Inbetriebnahme. "Mit dem neuen ICE-Werk haben wir unsere Instandhaltungskapazitäten in Frankfurt nicht nur verdoppelt, sondern vor allem in die Zukunft investiert. Denn das neue Werk ist auch schon für die zukünftige Wartung und Instandhaltung unseres neusten Hochgeschwindigkeitszugs, des ICx, ausgelegt." Um die Verfügbarkeit der europatauglichen Hochgeschwindigkeitszüge weiter zu verbessern, hat das Werk spezielle Einrichtungen zur Wartung und Instandhaltung der Mehrsystem-ICE. Die Funktionstüchtigkeit der Züge für die unterschiedlichen Stromsysteme der Nachbarbahnen wird durch die Einspeisung der drei unterschiedlichen Spannungen geprüft. Ebenso können die Kommunikationsanlagen an den Fahrzeugen wie Antennen oder Rechner für die ausländischen Signalsysteme gewartet und geprüft werden. Die betriebliche Wirklichkeit kann so perfekt simuliert werden. Eine weitere Besonderheit des Werks: An einem der drei Instandhaltungsgleise sind 32 Hebeböcke angebracht. Damit kann ein ICE komplett angehoben und alle Drehgestelle können in einem Arbeitsschritt ausgetauscht werden. Dies war bisher nicht möglich. Somit können nun Drehgestelle schneller gewechselt werden; zeit- und kostenintensive Überführungsfahrten zu anderen Werken sind nicht mehr notwendig und die Züge stehen wieder schneller für den Betrieb zur Verfügung. Bundesweit einmalig ist auch der Klimaanlagenprüfraum. Dort kann die Funktionstüchtigkeit von Klimaanlagen bei Temperaturen von bis zu 45 Grad Celsius getestet werden. Der Spatenstich für den Neubau erfolgte am 9. Juli 2010. Das Werk wurde in nur 18 Monaten Bauzeit fertig gestellt. Rund 100 neue Mitarbeiter werden dort beschäftigt sein.

Mit einem Güterzug war am 29. September 2011 185 367 zwischen Genshagener Heide und Saarmund unterwegs als Hartmut Duvendack auf den Auslöser drückte.
Mit einem Güterzug war am 29. September 2011 185 367 zwischen Genshagener Heide und Saarmund unterwegs als Hartmut Duvendack auf den Auslöser drückte.

Deutsche Bahn vergibt Rahmenvertrag für neue Elektrische Triebzüge im Regionalverkehr

Geplanter Abrufzeitraum bis Ende 2018
(ms/dbK) Die Deutsche Bahn AG hat mit der Alstom Transport Deutschland GmbH, dem spanischen Hersteller Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles (CAF) und der Stadler Pankow GmbH einen Rahmenabrufvertrag über die mögliche Lieferung von bis zu 400 elektrischen Triebzügen für den Regionalverkehr unterzeichnet. Das Vertragsmodell sieht dabei zwei Fahrzeugkonzepte vor. Das Investitionsvolumen beträgt bis zu zwei Milliarden Euro. Die Abrufe der Fahrzeuge können bis Ende 2018 erfolgen. Die Deutsche Bahn hat sich bei dem Vertrag mit drei Herstellern bewusst für eine hohe Flexibilität hinsichtlich der technischen Komponenten und der Ausstattungsmerkmale entschieden. Denn die DB Regio AG erbringt als Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn Verkehrsleistungen für öffentliche Verkehrsträger und nimmt regelmäßig an Verkehrsausschreibungen im öffentlichen Personennahverkehr teil. Im Zuge dieser Ausschreibungen formulieren die Besteller ihre Anforderungen für die einzusetzenden Züge. Mit dem Rahmenabrufvertrag trägt die Deutsche Bahn den jeweiligen ausschreibungsspezifischen Herausforderungen Rechnung. Außerdem wurde durch die Vereinbarung von sogenannten Quality Gates verstärkt auf die Einhaltung von Qualität und damit auf zuverlässige Fahrzeuge für die Besteller und die Reisenden gesetzt. Die Einzelvergaben an einen der drei Hersteller erfolgen im nachgelagerten Wettbewerb mit den Anforderungen der jeweiligen Verkehrsausschreibung. Die Auslieferung des ersten Fahrzeugs soll 25 Monate nach der Bestellung erfolgen.

Nicht aus den Schlagzeilen komt die Berliner S-Bahn. Hartmut Duvendack fotografierte einen als S42 verkehrenden Triebzug der Baureihe 481 am 29. Oktober 2011 bei der Einfahrt in Berlin-Südkreuz.
Nicht aus den Schlagzeilen komt die Berliner S-Bahn. Hartmut Duvendack fotografierte einen als S42 verkehrenden Triebzug der Baureihe 481 am 29. Oktober 2011 bei der Einfahrt in Berlin-Südkreuz.

Deutsche Bahn weist Medienbericht über angeblich mangelnde Sauberkeit in Zügen zurück

Studie zeigt, dass bei Bahnreisen keine erhöhte Infektionsgefahr besteht
(ms/dbK) Die Deutsche Bahn hat am 11. Dezember 2011 eine Meldung zu angeblichen Mängeln beim Reinigungsmanagement von Zügen und daraus abzuleitenden angeblichen Gesundheitsrisiken zurückgewiesen. Laut Agenturmeldung hätten Recherchen des NDR gravierende Hygienemängel bei Zügen der Deutschen Bahn ergeben, insbesondere erhöhte Keimbelastungen. Die DB stellte dazu fest, dass ihre Züge im Rahmen eines mehrstufigen Systems aufwändig sauber gehalten werden. Neben Tagesreinigungen gibt es Reinigungen während der Fahrt sowie darüber hinaus regelmäßige Grundreinigungen und Spezialreinigungen für unter anderem Decken, Fußböden, Glas und Teppiche. Die Deutsche Bahn überprüft ihr Reinigungssystem ständig. Im Rahmen der Qualitätssicherung hat die DB zusammen mit renommierten unabhängigen Instituten erst vor kurzem in einem großen Forschungsvorhaben untersucht, ob sich aus Bahnreisen besondere Gesundheitsgefahren ergeben. Dabei gab es keinerlei Hinweise, dass bei Bahnreisen erhöhte Infektionsgefahr besteht.

Grundsätzlich sind Keimbelastungen kein geeignetes Indiz für Sauberkeit, sie finden sich überall im öffentlichen Raum und sind natürlicher Bestandteil unserer Umwelt, zum Beispiel auf der Haut, auf Pflanzen und dem Boden und auf jeder Oberfläche. Wie der NDR der DB mitgeteilt hat, wurden bei der Untersuchung in erster Linie "apathogene", also nicht krankmachende Keime gemessen. Fast alle Keime, die sich in der Umwelt befinden, sind für die Menschen im Normalfall nicht gefährlich.

Moskau – Berlin – Paris in 37 Stunden

Am 12. Dezember startete der neue Nachtreisezug Moskau–Berlin–Paris
(ms/dbK) Premiere für eine neue Zugverbindung quer durch Europa: Am 12. Dezember startete der neue Nachtreisezug Moskau – Berlin – Paris (EuroNight 452/453 beziehungsweise D 23/24) der russischen Bahn RZD. Damit erfährt die traditionsreiche Eisenbahnachse Moskau – Paris eine Wiederbelebung. Seit 1994 gab es auf dieser Strecke keine Direktverbindung mehr. Der mit modernem Wagenmaterial ausgestattete Zug ersetzt die bisherige Nachtreisezug-Verbindung Moskau – Berlin. Neu ist die Verlängerung nach Paris. Deutsche Reisende profitieren sowohl von der Qualitätssteigerung des Zugs als auch von der erweiterten Anbindung innerhalb Deutschlands. Durch den neuen Zug entstehen weitere Direktverbindungen zwischen Mannheim, Frankfurt, Fulda, Hannover und Moskau. Die Deutsche Bahn ist für den Verkehr des Zugs auf dem deutschen Abschnitt verantwortlich. Der Zug fährt mit insgesamt acht Schlafwagen. Mindestens zwei davon sind mit Deluxe-Abteilen ausgestattet. Außerdem steht für die Fahrgäste auf den Strecken von Moskau nach Brest und von Warschau nach Paris ein Speisewagen zur Verfügung. Für den Zug gilt ein spezielles Preissystem. Die Fahrt Berlin – Moskau ist beispielsweise für Junioren und Senioren bereits ab 124 Euro pro Person und Strecke verfügbar.

TX Logistik verbindet Nordhessen mit Italien

(txlog/uh) Vom Güterverkehrszentrum Kassel geht es ab sofort dreimal pro Woche nach Verona in Italien und auch zurück, wobei der Zug einen Halt in Hall/Tirol (bei Innsbruck) einlegt. In Verona hat der Zug gute Übergänge zur Weiterführung in Richtung Süditalien. Die Züge verfügen über eine Stellplatzkapazität von zehn Trailern und 24 Großraum-Wechselbrücken. Die rund 900 Kilometer lange Strecke legen die mit einer Mehrsystemlokomotive bespannten Züge in knapp 17 Stunden zurück. Wenn die baustellenbedingte Sperrung der Brenner-Strecke im September 2012 aufgehoben wird, will TX Logistik die Zahl der Abfahrten in Kassel und in Verona auf fünf pro Woche erhöhen.

KBS 145: Lübeck und Lüneburg

(stm) Diverse kleinere Bautätigkeiten prägen derzeit das Bild von der Kursbuchstrecke (KBS) 145 zwischen Lübeck und Lüneburg. Als Dauerthema erweist sich der Bahnhof Lauenburg. Nach der grundlegenden Renovierung des Bahnhofsgebäudes im Jahre 2008 ließen sich die Ausgaben im Millionenbereich durch Vermietungen nicht wieder hereinholen. Ein nie aufgeklärter Brand im Stellwerk im August 2010 tat dann sein übriges. Kurze Zeit später gaben auch die Pächter des Restaurants auf und das Gebäude stand leer. Der Investor musste Insolvenz anmelden. Durch den Stellwerksbrand waren Zugkreuzungen nicht mehr möglich, die Bahnübergänge, die von Lauenburg aus überwacht wurden, mussten von Sicherheitsposten per Hand geschlossen werden. Nun machte die DB AG Nägel mit Köpfen. Die Bahnsteige wurden erneuert und auf die Höhe von 76 cm gebracht, die einen höhengleichen Einstieg in die Triebwagen vom Typ Lint ermöglichen. Außerdem bleibt die Möglichkeit für Zugkreuzungen erhalten. Der Bahnhof wird an das ESTW in Lübeck angeschlossen, das auch für die Strecke nördlich von Büchen zuständig ist. Die Fertigstellung ist für den 1. März 2012 geplant. Bis dahin kreuzen die Züge nördlich von Lauenburg in Dalldorf, was sonst selten vorkommt, und in Büchen. Danach wird alle zwei Stunden in Lauenburg gekreuzt, der verlängerte Halt in Büchen Richtung Lüneburg entfällt. Die Anschlussbuslinie in Lauenburg kann dadurch nicht mehr in einem reinen Takt fahren, sondern musste an die Taktzeiten der Züge angepasst werden.

In Büchen schreitet ebenfalls die Renovierung des Bahnhofs voran. Der ursprünglich avisierte Termin für die Fertigstellung Ende Dezember 2011 konnte allerdings nicht mehr gehalten werden. Das kleine Servicegebäude steht bereits, Bahnsteigdach, Aufzüge, Treppenneubau und Pflasterung fehlen noch. Das ehemalige Stellwerk im Bahnhofsgebäude von Güster ist auch noch besetzt, um eine letzte Anrufschranke zu bedienen. Deren Anschluss an das ESTW in Lübeck steht nun kurz bevor, sodass dieses Provisorium wohl bald entfallen kann.

Am 16. Oktober 2011 rangierten 143 068 und 143 028 der RBH in Angermünde. Foto:  Hartmut Duvendack
Am 16. Oktober 2011 rangierten 143 068 und 143 028 der RBH in Angermünde. Foto:  Hartmut Duvendack

Ausschreibung Hamburger S-Bahn und S21 Kaltenkirchen / AKN

(stm) In den nächsten Wochen und Monaten müssen die lang diskutierten Visionen zur Zukunft von Hamburger S-Bahn und AKN Eisenbahn AG (AKN) umgesetzt werden. Diese sind teilweise miteinander verknüpft. Recht pragmatisch ist in diesem Zusammenhang die Ausschreibung für das Netz der Hamburger S-Bahn ausgefallen.
Entgegen ersten Planungen wurde der Betriebsstart vom Dezember 2017 auf den Dezember 2018 verlegt. Dies ist der Ausschreibung geschuldet, vorher war eine Handvergabe geplant. Die Ausschreibung ist aus rechtlichen Gründen erfolgt. Vom Inhalt her wird es einem anderen Anbieter schwerfallen die Preise der DB zu unterbieten, da die DB ihre Altfahrzeuge teilweise weiternutzen kann. Durch die seitliche Stromschiene und die Spannung von 1.200 V sind diese Fahrzeuge Unikate und bei keinem anderen Unternehmen verfügbar. Alle derzeitigen Linien sind Teil der Ausschreibung, für Erweiterungen werden optionale Angebote erwartet. Hierbei ist wohl an die Verstärkerlinie S 32 Harburg – Hauptbahnhof und an die S4 nach Ahrensburg gedacht.
Die Wechselstromfahrzeuge der Baureihe 474.3 können vom Gewinner der Ausschreibung übernommen werden, die älteren Fahrzeuge der Baureihe 474.1 und 474.2 dürfen von der DB weiterverwendet werden. Die Fahrzeuge der Baureihe 472 müssen auf jeden Fall durch Neubauten ersetzt werden.

Die Fahrzeugbeschaffung für die viel diskutierten S21 nach Kaltenkirchen, die derzeitige A1 der AKN, müsste eigentlich jetzt mitentschieden werden. Für diese Strecke müssten dann eigentlich Zweisystemfahrzeuge beschafft werden, da die AKN-Strecke eine Oberleitung und keine Stromschiene erhalten würde. Während Schleswig-Holstein die S-Bahn nach Kaltenkirchen über alle Parteien befürwortet, lehnt der Hamburger Senat diese bisher ab. Gründe sind der Investitionsbedarf der AKN, bei der die Stadt Hamburg einen 50% Anteil besitzt, und die Rücknahme der S21 von Elbgaustraße nach Eidelstedt. Der Bahnhof Elbgaustraße würde dann nur noch im Zehnminutentakt bedient. Der Verkehrsausschuss des Hamburger Senats hat sich auf Antrag der Grünen ebenfalls mit dem Thema beschäftigt und sich für die Verlängerung entschieden. Eine letzte Entscheidung ist in Hamburg noch nicht gefallen. Richtig unübersichtlich wird die Lage dadurch, dass mal wieder untersucht wird, ob Hamburg nicht die AKN Anteile von Schleswig-Holstein übernehmen solle, um diese dann an die Hochbahn weiterzugeben.

Containerrekord bei der Hamburger Hafenbahn

(dbk, stm) Im Jahre 2011 knüpft der Hamburger Hafen langsam wieder an die Umschlagzahlen des Jahres 2008 an, dem Zeitpunkt an dem die Wirtschaftskrise den Schiffsverkehr um Jahre zurückwarf. Die Hafenbahn allerdings hat die Zahlen von 2008 schon zwei Mal übertroffen. Erstmals wurden 2011 mehr als zwei Millionen Standardcontainer (TEU) transportiert. Dieser Erfolg wurde Ende Dezember 2011 mit einer kleinen Feier gewürdigt. Eine Lok der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (EVB) im neuen Firmendesign präsentierte den geschmückten Container der anwesenden Presse.
Insgesamt rechnet die Hamburg Port Authority (HPA) im Jahr 2011 mit rund 41,3 Millionen Tonnen Gütern auf der Hafenbahn. 2010 hatte die Hafenbahn mit über 40 Millionen Tonnen bereits ein herausragendes Ergebnis erzielt. 2008 wurden 1,89 Millionen TEU und 39,8 Millionen Tonnen abgefertigt.
Der Gesamtumschlag im Hafen hat den Erfolg vor der Wirtschaftskrise aber noch nicht erreicht. 2008 hatte der Gesamtumschlag noch 140 Millionen Tonnen betragen inzwischen liegt er wieder bei 130 Millionen Tonnen. Auch der Containerumschlag legte ordentlich zu. Er erreicht nun die Marke von etwa neun Millionen TEU, was aber auch noch unter den 9,7 Millionen TEU von 2008 liegt. Immerhin hat Hamburg damit Antwerpen als zweitgrößten Containerhafen Europas wieder eingeholt.

Der Erfolg der Hafenbahn gegenüber dem Hafen selbst weißt somit auf einen veränderten Modal Split hin. Die Hafenbahn ist ein Erfolgsfaktor für den Hamburger Hafen und Hamburg der Eisenbahnhafen Nummer 1 in Europa. Die guten Zahlen zeigen aber auch, wie notwendig der Ausbau der Bahninfrastruktur im Hafenhinterland ist. Außer des dreigleisigen Ausbaus der Strecke Maschen – Lüneburg wurden kaum Projekte angegangen. Im Hamburger Hafen selbst sind die Investitionen aber stark gestiegen. Zwischen 2008 und 2010 wurden die Bahnanlagen für rund 125 Millionen Euro ausgebaut. Im kommenden Jahr will die HPA über 70 Millionen Euro in die Hafenbahn zu investieren.

Hartmut Duvendack fotografierte am 20. September 2011 155 087 bei der Fahrt durch den Bahnhof Saarmund.
Hartmut Duvendack fotografierte am 20. September 2011 155 087 bei der Fahrt durch den Bahnhof Saarmund.

Betreiberwechsel auf Weser- und Lammetalbahn

NordWestBahn löste Keolis ab
(ms/nwb) Am 11. Dezember 2011 ist die NordWestBahn GmbH auf der Weser- und Lammetalbahn gestartet und befährt die rund 130 Kilometer lange Strecke für die nächsten zehn Jahre. Der Betreiberwechsel auf der Linie RB 77 Bünde – Löhne – Hameln – Elze – Hildesheim sowie auf der Lammetalbahn zwischen Hildesheim und Bodenburg ist das Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung. Auftraggeber sind die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen sowie der Nahverkehr Westfalen-Lippe. Das Fahrplanangebot wurde um eine samstägliche Abendverbindung von Bodenburg nach Hildesheim erweitert, der Anteil der Züge mit Zugbegleitern wurde von 40 auf 70 Prozent sehr deutlich erhöht. Die bisher auf der Strecke eingesetzten elf Dieseltriebwagen vom Typ LINT 41 (Alstom) der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen werden hier weiterhin eingesetzt. Es wurden nicht nur die Logos des Betreibers ausgetauscht, sondern es wurden auch die Fahrkartenautomaten ausgebaut. Zukünftig werden die Fahrzeuge mit Videoüberwachung und Displays nachgerüstet. An beiden Strecken hat die NordWestBahn Ticketautomaten mit integriertem Entwerter aufgestellt. Der Betreiberwechsel verlief reibungslos. Dazu trug auch bei, dass fast die gesamte hier bisher tätige Keolis-Mannschaft zur NordWestBahn wechselte.

Mit den Hoyer-Zug durchfährt die von Captrain eingesetzte PB 05 6609 Rehden-Wetschen auf dem Weg nach Diepholz am 3. Februar 2012. Foto: Slg. Hannes Pohlmann
Mit den Hoyer-Zug durchfährt die von Captrain eingesetzte PB 05 6609 Rehden-Wetschen auf dem Weg nach Diepholz am 3. Februar 2012. Foto: Slg. Hannes Pohlmann

Verzögerung beim Hamburg-Köln-Express

Probleme mit den Waggons
(ms) Erneut wurde der Start des Hamburg-Köln-Express (HKX) verschoben – Grund sind Verzögerungen bei der Zulassung des vorgesehenen Rollmaterials durch das Eisenbahn-Bundesamt. Ursprünglich sollte das neue Angebot bereits 2010 starten, dann wurde die Aufnahme des Betriebs auf den 1. September 2011 verschoben. Die erneute Verzögerung resultiert nach Unternehmensangaben daraus, dass die Modernisierung und die Tests für die Zulassung der Züge mehr Zeit als erwartet benötigen. Jetzt wird die Betriebsaufnahme in 2012 angestrebt.

Gleich mehrere Lokomotiven mit "alpiner" Geschichte setzt die Centralbahn ein: am 18. Januar 2012 wartet E-Lok 1042 520 (vormals ÖBB) im ehemaligen Betriebswerk Mönchengladbach auf den nächsten Einsatz.
Gleich mehrere Lokomotiven mit "alpiner" Geschichte setzt die Centralbahn ein: am 18. Januar 2012 wartet E-Lok 1042 520 (vormals ÖBB) im ehemaligen Betriebswerk Mönchengladbach auf den nächsten Einsatz. Foto: Bernd Piplack

Eisenbahnfährverkehr ab Mukran soll ausgebaut werden.

(Baltic Port Rail Mukran/uh) Die Baltic Port Rail Mukran, Tochtergesellschaft der Fährhafen Sassnitz GmbH, hat mit DFDS Seaways und der Litauischen Eisenbahn ein Kooperationsabkommen über den Eisenbahnfährverkehr auf der Verbindung Sassnitz/Mukran – Kleipeda abgeschlossen. Die Bahnunternehmen werden zukünftig über einen Teil der Bahnkapazitäten an Bord der "MS Vilnius" verfügen. Der Vertrag wurde am 24. November 2011 unterzeichnet und sichert den Eisenbahnen den Transport von Eisenbahnwagen von Deutschland nach Litauen beziehungsweise umgekehrt zu. Bei der MS Vilnius handelt es sich um eine kombinierte Eisenbahn-, RoRo- und Passagierfähre, ausgelegt für 112 Trailer oder Bahnwaggons, 460 Autos und 132 Passagiere. Derzeit verbindet die Fährlinie, die bereits seit 25 Jahren besteht, dreimal wöchentlich Deutschland und Litauen.
Der Fährhafen Sassnitz-Mukran ist der einzige Hafenstandort Westeuropas mit Gleis- und Umspurungsanlagen für Eisenbahnwaggons der russischen Breitspur (1.520 mm). Eigens hierfür gibt es im Hafenbahnhof Mukran auch Breitspur-Rangierlokomotiven, die im entsprechenden Gleisnetz auch alle Rangierarbeiten übernehmen können.

Umfangreiche Bauarbeiten im Winter bei der RüBB

(szym/uh) Die Rügensche Bäderbahn (RüBB) fährt noch bis zum 16. Mai 2012 nach dem Winterfahrplan. Die Dampfzüge verkehren dabei im Zweistundentakt von Putbus nach Göhren und zurück, wobei jeweils in Binz LB die Zugkreuzung stattfindet. Während des Winterfahrplans führen alle Züge einen historischen Büffetwagen mit.

Thomas Szymanowski konnte am 6. Januar 2012 den P 107 in Serams mit der Zuglok 99 1781 ablichten, der zweite Wagen des Zugs ist der Büffetwagen.
Thomas Szymanowski konnte am 6. Januar 2012 den P 107 in Serams mit der Zuglok 99 1781 ablichten, der zweite Wagen des Zugs ist der Büffetwagen.

Die Wintersaison nutzen die Betreiber, um umfangreiche Sanierungsarbeiten durchzuführen. Die Gleisanlagen im Bahnhof Göhren werden komplett saniert und gleichzeitig erweitert. So erhält der Bahnhof ein zusätzliches Abstellgleis für Personenwagen, und vor dem Lokschuppen wird ein weiteres Gleis zum Abstellen von Loks verlegt. Am Streckengleis zwischen Göhren und Philippshagen werden ebenfalls Sanierungsarbeiten durchgeführt. In Putbus wird das Empfangsgebäude saniert und der Wartesaal in historischem Ambiente rekonstruiert.

Lok 52 mit dem P 106 im Bahnhof Göhren, deutlich sind am 6. Januar 2012 die Gleissanierungen zu erkennen. Foto: Thomas Szymanowski
Lok 52 mit dem P 106 im Bahnhof Göhren, deutlich sind am 6. Januar 2012 die Gleissanierungen zu erkennen. Foto: Thomas Szymanowski

Nicht nur bei den bahntechnischen Anlagen tut sich etwas bei der RüBB, sondern auch beim Wagenpark. Anfang Januar 2012 konnte in Putbus der frisch rekonstruierte Personenwagen vom Typ KAB mit der Nummer 971-210 fertiggestellt werden. Er verfügt über zwölf Sitzplätze in der 1. und neun Sitzplätze in der 2. Klasse.

Am 4. Januar 2012 konnte Thomas Szymanowski den frisch rekonstruierten Personenwagen 971-210 in Putbus in Augenschein nehmen.
Am 4. Januar 2012 konnte Thomas Szymanowski den frisch rekonstruierten Personenwagen 971-210 in Putbus in Augenschein nehmen.

Übernahme der Strecke Löwenberg – Rheinsberg durch RegioInfra

(stm) Die RegioInfra GmbH hat nördlich von Berlin inzwischen ein kleines Netz an Nebenbahnen übernommen, die vorher im Besitz der DB AG waren. RegioInfra gehört zu 50 Prozent der ENON GmbH & Co.KG und zu 50 Prozent der Prignitzer Leasing AG. Die ENON ist die Holding der PEG Gründer Thomas Becken und Mathias Tenisson für Investitionen im Bahnbereich. Weitere überregional bekannte Beteiligungen der ENON sind unter anderem die Eisenbahnromantikhotels bei Meyenburg und Plau am See, sowie die Eisenbahngesellschaft Potsdam.
Folgende Strecken gehörten bisher zur RegioInfra:
Mirow – Wittstock (Dosse), Neustadt (Dosse) – Neuruppin und Neuruppin – Herzberg. Außerdem sind einige Haltepunkte der Kursbuchstrecke 172 zwischen Karow und Waren im Portfolio.
Alle Strecken sind derzeit ohne Verkehr bis auf die Linie Mirow – Wittstock (Dosse) aber befahrbar. Für die Linie Neustadt (Dosse) – Neuruppin wird versucht Güterverkehr zu akquirieren.
Nun hat RegioInfra auch die an Herzberg anschließende Bahnstrecke von Löwenberg (Mark) (ausschl.) nach Rheinsberg (Mark) von der DB AG übernommen. Bei der Ausschreibung konnte sich die Gesellschaft gegen mehrere Konkurrenten durchsetzen. Im Gegensatz zu den anderen Strecken von RegioInfra wird diese immerhin in der Sommersaison vom 6. April 2012 bis 9. September 2012 im Personenverkehr betrieben. Hauptattraktion in Rheinsberg ist das dortige Schloss, in dem Friedrich der Große vor seiner Thronbesteigung wohnte und das man im Sommer gut über die Bahn erreichen kann. RegioInfra will die Linie vorläufig pachten. Die Übergabe von der DB soll voraussichtlich im April 2012 erfolgen.

Zugverkehr Neustrelitz – Mirow

(stm) Nicht mehr berücksichtigt wird der Zugverkehr auf der Strecke Neustrelitz – Mirow in der neuen Ausschreibung des "Netz Ost-West". Mitte Dezember 2011 veröffentlichte das Land Mecklenburg-Vorpommern die Ausschreibung für das "Netz Ost-West". Die Sieger werden die Strecken für 15 Jahre von Dezember 2014 bis Dezember 2029 bedienen. Das Netz umfasst nahezu alle weniger frequentierten Dieselstrecken in Mecklenburg-Vorpommern. Derzeit wird es von DB, OLA und ODEG betrieben. Während OLA und ODEG Neufahrzeuge einsetzen, nutzt die DB ihre Triebwagen der Baureihe 628.

Auf Grund des großen Umfangs wird die Ausschreibung in zwei Losen aufgeteilt. Die derzeitigen Verkehrsunternehmen sind in Klammern gesetzt.

Los Güstrow:

Los Parchim:

Die Strecken gehören einem ganzen Strauß von Infrastrukturbetreibern:
DB Netz AG, Prignitzer Eisenbahn GmbH, RegioInfra Gesellschaft mbH und Torsten Meincke Eisenbahn GmbH. Die Prignitzer Eisenbahn ist verantwortlich für die Strecken Karow – Waren und Karow – Plau am See. Die RegioInfra Gesellschaft mbH betriebt alle Haltepunkte entlang der Strecke Waren – Karow. Die Strecke Hagenow Stadt – Hagenow Land ist Teil der Kaiserbahn nach Zarrentin, die die Torsten Meincke GmbH von der OLA übernommen hatte. Außergewöhnlich sind auch die Ausschreibungsmodalitäten für die Fahrzeuge. Im Los Parchim dürfen gebrauchte Fahrzeuge eingesetzt werden, im Los Güstrow sind ab 2017 Neufahrzeuge zwingend vorgeschrieben.
Die Bahnlinie nach Mirow fehlt im Los Parchim. Nach der Bekanntgabe der Ausschreibung hat sich kurze Zeit später bestätigt, dass die Strecke keine Zukunft mehr haben wird. Im Dezember 2014 soll sie stillgelegt werden.
Wie die örtliche Presse vom Land erfuhr, sei keine andere Verbindung des Personennahverkehrs auf der Schiene in ganz Mecklenburg-Vorpommern so wenig nachgefragt wie die zwischen Neustrelitz und Mirow. Die Verkehrserhebung im vergangenen Jahr habe ergeben, dass außerhalb der Sommersaison im Durchschnitt täglich nur 76 Personen in einen der Züge auf der Linie einsteigen. Das seien durchschnittlich nur fünf Fahrgäste pro Zug. Unter diesen Umständen sei ein Bus ökologisch und ökonomisch sinnvoller.

Freudenstadt Hbf im Schwarzwald wird von drei Eisenbahn-Verkehrsunternehmen bedient. In Richtung Karlsruhe Stadt verkehrt die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) mit Zweirichtungs-Gelenkstadtbahnwagen GT8 die Murgtalbahn (S 41) beziehungsweise als Eilzug nach Karlsruhe Hbf (S 31). Die S 41 fährt auch zweistündlich nach Eutingen im Gäu. Hier fährt zusätzlich zweistündlich DB Regio mit Elektrotriebwagen der BR 425 / 426 über Eutingen nach Stuttgart Hbf. Die Kinzigtalbahn nach Hausach – Offenburg bedient die Ortenau S-Bahn GmbH mit RegioShuttle. An Sonn- und Feiertagen fährt zusätzlich im Murgtal DB Regio den Radexpress Murgtaler. Die Abbildung zeigt eine Stadtbahn der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft in Freudenstadt abfahrbereit als Eilzug (S 31) nach Karlsruhe Hbf. Foto (9. Oktober 2011): Frank Licht
Freudenstadt Hbf im Schwarzwald wird von drei Eisenbahn-Verkehrsunternehmen bedient. In Richtung Karlsruhe Stadt verkehrt die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) mit Zweirichtungs-Gelenkstadtbahnwagen GT8 die Murgtalbahn (S 41) beziehungsweise als Eilzug nach Karlsruhe Hbf (S 31). Die S 41 fährt auch zweistündlich nach Eutingen im Gäu. Hier fährt zusätzlich zweistündlich DB Regio mit Elektrotriebwagen der BR 425 / 426 über Eutingen nach Stuttgart Hbf. Die Kinzigtalbahn nach Hausach – Offenburg bedient die Ortenau S-Bahn GmbH mit RegioShuttle. An Sonn- und Feiertagen fährt zusätzlich im Murgtal DB Regio den Radexpress Murgtaler. Die Abbildung zeigt eine Stadtbahn der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft in Freudenstadt abfahrbereit als Eilzug (S 31) nach Karlsruhe Hbf. Foto (9. Oktober 2011): Frank Licht

Wieder Schotterzüge zwischen Rinteln und Stadthagen

Neuer Gleisanschluss am Georgsschacht
(ms) Bald werden auf der Rinteln-Stadthagener Eisenbahn wieder Schotterzüge unterwegs sein. Für diesen Neuverkehr für die Bückebergbahn sorgt allerdings nicht der Steinbruch in Steinbergen, sondern ein neues Asphaltmischwerk, welches am Georgsschacht (Streckenkilometer 2,8 ab Stadthagen West) im Stadthagener Stadtgebiet noch 2012 entstehen soll. Hier werden in der Zukunft jährlich etwa 45.000 Tonnen Recyclingmaterial verarbeitet, wobei auch Bahnschotter per Bahn angeliefert werden soll. Es zeigt sich nun, wie wichtig der Erhalt der Bahnstrecke für den Wirtschaftsstandort Schaumburg ist: Hier werden 30 neue Arbeitsplätze entstehen. Und die Bückebergbahn kann sich über eine deutliche Ausweitung des Güterverkehrs freuen, welcher sich derzeit noch im Wesentlichen auf die Abstellung von Kesselwaggons entlang der Strecke beschränkt.

Mehr Züge und mehr Platz beim Niers-Express

Deutliche Angebotsausweitung
(ms/nwb) Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2011 hat die NordWestBahn GmbH ihr Zugangebot auf der Linie RE 10 "Niers-Express" zwischen Kleve und Düsseldorf deutlich ausgeweitet. Morgens in der Hauptverkehrszeit zwischen 6.45 und 8.15 Uhr fahren jetzt sieben Züge zwischen Kempen und Krefeld. Zudem wurden weitere Züge zwischen Kleve und Düsseldorf verstärkt und verfügen somit über größere Fahrgastkapazitäten. Auch beim Zug um 5.45 Uhr von Kleve nach Krefeld wurden die Fahrgastkapazitäten von 470 auf 700 Plätze erhöht. Auch wird der Zug ab Düsseldorf um 16.39 Uhr Richtung Kleve um einen zusätzlichen Triebwagen verstärkt. Vorausgegangen war eine entsprechende Bestellung zusätzlicher Kapazitäten durch den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr.

Standseilbahnen mit einer Tal- und Bergstation sowie einer Ausweichstelle mit Abt'schen Weichen erschließen meist besondere Ausflugsziele und Berge. Bei unseren Nachbarn in Österreich und der Schweiz verkehren Standseilbahnen in der Alpenregion fast ausschließlich in Wintersportzentren und Wandergebieten. Sie werden meist in Verbindung mit Luftseil- und Gondelbahnen eingesetzt und bedienen die unterste Sektion. – Im Wintersport- und Luftkurort Seefeld in Tirol verkehrt ab der Talstation (1.235 m ü. NN) eine moderne 2.410 m lange Standseilbahn zur Mittelstation Rosshütte (1.765 m ü. NN) und erschließt von dort mit Luftseilbahnen weitere Berggipfel im Karwendelgebirge. Die Abbildung zeigt einen Wagen der Standseilbahn kurz vor der Mittelstation Rosshütte. Foto (20. Juni 2007): Frank Licht
Standseilbahnen mit einer Tal- und Bergstation sowie einer Ausweichstelle mit Abt'schen Weichen erschließen meist besondere Ausflugsziele und Berge. Bei unseren Nachbarn in Österreich und der Schweiz verkehren Standseilbahnen in der Alpenregion fast ausschließlich in Wintersportzentren und Wandergebieten. Sie werden meist in Verbindung mit Luftseil- und Gondelbahnen eingesetzt und bedienen die unterste Sektion. – Im Wintersport- und Luftkurort Seefeld in Tirol verkehrt ab der Talstation (1.235 m ü. NN) eine moderne 2.410 m lange Standseilbahn zur Mittelstation Rosshütte (1.765 m ü. NN) und erschließt von dort mit Luftseilbahnen weitere Berggipfel im Karwendelgebirge. Die Abbildung zeigt einen Wagen der Standseilbahn kurz vor der Mittelstation Rosshütte. Foto (20. Juni 2007): Frank Licht

Brilon Stadt ist wieder am Netz

Mehr als sieben Kilometer Strecke reaktiviert
(ms/nwl) Die 7,3 Kilometer lange Bahnstrecke Brilon Stadt – Brilon Wald wird seit dem 11. Dezember 2011 wieder planmäßig mit Personenzügen befahren. Mehr als 30 Jahre nach Einstellung der letzten Personenverkehre fahren jetzt wieder montags bis freitags acht direkte Züge nach Dortmund sowie sechs Pendelzüge nach Brilon Wald mit Anschluss Richtung Hagen. Am Wochenende stellen Pendelzüge im Zwei-Stunden-Takt nach Bestwig Anschlüsse Richtung Dortmund her. Zusätzlich enden täglich Fahrten aus Hagen abends in Brilon. Auch Richtung Korbach werden an den Wochenenden Fahrten im Zwei-Stunden-Takt angeboten. Diese sollen perspektivisch auch in der Woche verkehren, was aber derzeit, bedingt durch die Infrastruktur, noch nicht möglich ist. Mit dem beabsichtigten Ausbau des Kreuzungsbahnhofs Biggge sollen künftig weitere Direktfahrten auch an den Wochenenden möglich sein.

Der Aufgabenträger Nahverkehr Westfalen-Lippe hat für die Streckenreaktivierung für das Fahrplanjahr 2012 130.000 zusätzliche Zugkilometer bestellt. In Brilon Stadt entstand 250 Meter nördlich des ehemaligen Bahnhofsgebäudes eine neue Verkehrsstation für Busse und Bahnen. Die Kosten für den Busbahnhof beliefen sich auf 1,24 Millionen Euro, wovon NWL 1,044 Millionen und die Stadt Brilon 200.000 Euro übernommen haben. Der Neubau des Bahnsteigs wurde von der DB Station & Service AG vorgenommen. Mit einer Länge von 110 Metern und einer Kantenhöhe von 76 cm, behindertengerechten Ausstattung, Beleuchtung, Fahrgastinformationsanlage und weiteren Ausstattungen wurden 504.000 Euro investiert – vollständig bereitgestellt durch das Land Nordrhein-Westfalen. Auf die Instandsetzung der Bahnstrecke schließlich entfielen 1,187 Millionen Euro, wovon 1,05 Millionen Euro vom Land, der Rest durch die Deutsche Bahn zur Verfügung gestellt wurden.

Rurtalbahn nimmt neue Triebwagen in Betrieb

Millioneninvestition für attraktiven Nahverkehr
(ms) Über zehn Millionen Euro hat die Rurtalbahn in fünf neue Dieseltriebwagen RS 1 investiert, welche die Betriebsnummern VT 740 bis 744 tragen werden. Seit Dezember 2011 sind die ersten beiden RegioShuttles zwischen Düren und Heimbach im Plandienst unterwegs. Bis voraussichtlich April 2012 werden alle fünf Neufahrzeuge für den Einsatz zur Verfügung stehen.
Derzeit bedient die Rurtalbahn mit ihren Triebwagen im Auftrag des Zweckverbands Nahverkehr Rheinland die Linie RB 21 Düren – Linnich (427.000 Zugkilometer pro Jahr, zunächst befristet bis 2016) sowie die Strecke Düren – Heimbach (441.000 Zugkilometer pro Jahr, zunächst befristet bis Dezember 2025).

Neuvergabe der Haard-Achse abgeschlossen

Zuschlag für DB Regio
(ms/nwl) Der Vergabeausschuss des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) und der Vergabeausschuss des Zweckverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) haben die Betriebsleistungen der sogenannten Haard-Achse mit der Linie RE 2, Münster – Essen – Düsseldorf, und der künftigen Linie RE 42, Münster – Essen – Mönchengladbach, ab Dezember 2014 an die DB Regio AG für 15 Jahre vergeben. Diese konnte sich mit dem wirtschaftlichsten Angebot gegen die Konkurrenz durchsetzen. Das europaweite Verfahren wurde bereits im vergangenen Jahr durch den VRR und NWL eingeleitet, wobei die Linien zusammen mit dem benachbarten Aufgabenträger Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) ausgeschrieben wurden. Auf der Linie RE 42 werden neue Elektrotriebfahrzeuge als Einzelstockwagen zum Einsatz kommen, auf der Linie RE 2 – welche bereits seit Einführung des RE-Konzepts 2010 ein hohes Niveau vorweist – werden gebrauchte Doppelstockwagen fahren. Die wesentlichen Anforderungen an alle Fahrzeuge sind: behindertengerechte Toiletten, Videoüberwachung und Mehrzweckbereiche mit ausreichend Abstellmöglichkeiten für Rollstühle, Fahrräder und Kinderwagen sowie Erfüllung aller geltenden gesetzlichen Bestimmungen durch die zuständigen Aufsichtsbehörden. Insgesamt werden auf dem RE 2 570 Sitzplätze und auf dem RE 42 450 Sitzplätze angeboten. Die Ausweitung der Sitzplätze auf der Linie RE 42 gegenüber heute resultiert aus der Linienverlängerung, die zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 stattfindet. Zu diesem Zeitpunkt wird die Linie, die heute von Münster als RB nach Essen verkehrt, nach Duisburg, Krefeld, Viersen bis nach Mönchengladbach verlängert und künftig als RE-Linie geführt. Erneut kam im Rahmen des Wettbewerbsverfahrens das Fahrzeugfinanzierungsmodell des VRR als Option für die Finanzierung der Neufahrzeuge zum Einsatz. Zwei der Bieter machten von dieser Möglichkeit Gebrauch. Die DB Regio NRW verzichtete in ihrem Angebot auf diese Finanzierungsoption. Die eingereichten Angebote sind langfristig von beiden Aufgabenträgern VRR und NWL finanzierbar. Die Preise je Zugkilometer sind trotz der erhöhten Sitzplatzkapazität mit dem heutigen Angebot vergleichbar. Dies werten die Verantwortlichen als Erfolg, da die Preise der zweiten Vergabe häufiger über denen der Erstvergabe im Wettbewerb liegen. Dieses erfreuliche Wettbewerbsergebnis ermöglicht es der öffentlichen Hand, langfristig die qualitativ hochwertigen Verkehre auf den Linien RE 2 und RE 42 zu finanzieren. VRR-Vorstand Martin Husmann zum abgeschlossenen Wettbewerbsverfahren: "Nur durch das Angebot der Fahrzeugfinanzierung wurden mehrere Angebote durch verschiedene Eisenbahnverkehrsunternehmen abgegeben. Somit bin ich überzeugt, dass es auf die Fahrzeugfinanzierung zurückzuführen ist, dass in diesem Verfahren ein funktionierender Wettbewerb stattgefunden hat, auch wenn es letztendlich diesmal nicht zum Einsatz kommt."

KBS 581 Halle – Merseburg – Weißenfels – Naumburg /
Umbau Knoten Merseburg

(fl) Nach mehrwöchiger Totalsperrung des Bahnhofs Merseburg werden ab Ende November die Signale und Weichen von der Betriebszentrale Leipzig ferngesteuert. Im Personenbahnhof und Güterbahnhof Merseburg wurden die Gleise und Weichenverbindungen umgebaut und neue Ks-Signale errichtet. Alle Stellwerke außer dem Stellwerk "Mp" wurden außer Betrieb genommen. Vom Stellwerk "Mp" erfolgt nur noch die Steuerung des vier Kilometer entfernten Bahnhofs Merseburg Elisabethhöhe der Strecke nach Buna Werke (Schafstädt / Angersdorf). Diese wird noch ungefähr zwei Jahre dauern, bis auch hier die Fernsteuerung aus Leipzig erfolgt. An der südlichen Ausfahrt in Richtung Leuna Werke Nord / Großkorbetha wurden die Gleise verschwenkt und eine neue Eisenbahnbetonbrücke über die Kötzschener Straße in Leuna errichtet. Die Arbeiten im Personenbahnhof an den Bahnsteigen und am neuen Bahnsteigtunnel werden in diesem Jahr weitergeführt und fertiggestellt. Mitte Dezember 2011 wurde in Merseburg am Bahnhof ein neuer Busbahnhof in Betrieb genommen. Neue behindertengerechte Busbahnsteige mit modernen elektronischen Richtungsanzeigern und Abfahrtstafeln wurden errichtet. Das Dach des Busbahnhofs wurde in einem neuen Design in Form eines "M" für Merseburg aus Beton und Glas gestaltet und mit einer dekorativen Beleuchtung versehen. Ab Fahrplanwechsel 11. Dezember 2011 verkehren auf dieser Strecke wieder ausgewählte Züge zur Fahrradmitnahme. So werden an Samstagen, Sonn- und Feiertagen vier Zugpaare von Halle nach Eisenach mit Doppelstockwagen gefahren.

IntEgro ist ein neues Eisenbahnverkehrsunternehmen mit Sitz in Reichenbach (Vogtl), welches Güterzugleistungen, Logistiktransporte sowie auch Personenzugleistungen durchführt. Eingesetzt werden im Streckendienst meist Diesellokomotiven vom Typ ER 20 ("Hercules") von Siemens. Die Abbildung zeigt die 223 144 von IntEgro am 6. September 2011 in Plauen (Vogtl) ob Bf beim Rangierdienst an einem Schotterganzzug mit Selbstentladewagen im Zuge des Gleisumbaus und der Elektrifizierung der Strecke Reichenbach – Hof. Foto: Frank Licht
IntEgro ist ein neues Eisenbahnverkehrsunternehmen mit Sitz in Reichenbach (Vogtl), welches Güterzugleistungen, Logistiktransporte sowie auch Personenzugleistungen durchführt. Eingesetzt werden im Streckendienst meist Diesellokomotiven vom Typ ER 20 ("Hercules") von Siemens. Die Abbildung zeigt die 223 144 von IntEgro am 6. September 2011 in Plauen (Vogtl) ob Bf beim Rangierdienst an einem Schotterganzzug mit Selbstentladewagen im Zuge des Gleisumbaus und der Elektrifizierung der Strecke Reichenbach – Hof. Foto: Frank Licht

Im Feiertagsverkehr wurde der Vogtlandexpress lokbespannt gefahren

(szym/uh) Aufgrund des zu erwartenden starken Weihnachts- und Feiertagsverkehrs wurde in der Zeit vom 22. Dezember 2011 bis zum 2. Januar 2012 der Vogtlandexpress von Zwickau über Chemnitz nach Berlin und zurück als lokbespannter Wagenzug gefahren. Der Zug bestand aus fünf Wagen aus dem ALEX-Fuhrpark und wurde von der "Werbelok" 183 001 (Adler) gezogen.

Für die Eisenbahnfreunde unter den Fahrgästen hatte sich die Vogtlandbahn etwas Besonderes einfallen lassen: In einem Wagen gab es spezielle "Fan-Lounges" – diese Abteile sollten es dem Eisenbahnfan ermöglichen, sich mit dem Fachpersonal auszutauschen und gemeinsam zu fachsimpeln.

Der Vogtlandexpress steht am Premierentag, dem 22. Dezember 2011, abfahrbereit in Zwickau Hbf. Thomas Szymanowski war mit seiner Kamera zur Stelle.
Der Vogtlandexpress steht am Premierentag, dem 22. Dezember 2011, abfahrbereit in Zwickau Hbf. Thomas Szymanowski war mit seiner Kamera zur Stelle.

BASF bestellt bei Vossloh 22 Dieselloks

(vossloh/uh) BASF hat im Dezember 2011 bei Vossloh Locomotives zweiundzwanzig der modular konzipierten Mittelführerhauslokomotiven bestellt. Es handelt sich dabei um sechzehn G 6- sowie vier DE 12- und zwei DE 18-Lokomotiven. Bei der G 6-Lok handelt es ich um eine 690 kW starke, dreiachsige, dieselhydraulische Variante, während sich die vierachsigen Vertreter DE 12 und DE 18 mit jeweils 1.200 kW beziehungsweise 1.800 kW Leistung und einem dieselelektrischen Antrieb darstellen. Die Lokomotiven sollen von den Standorten Ludwigshafen, Schwarzheide und Antwerpen sowohl im Rangier- als auch im Streckendienst eingesetzt werden.

Die Ersatzteilhaltung für diese Lokomotivfamilie ist relativ gering, da es sich um viele gleiche Teile bei den Maschinen handelt. Gleichzeitig mit dieser Bestellung hat BASF mit Vossloh auch einen Servicevertrag für den Schienenfahrzeugpark abgeschlossen.

Bombardier liefert 90 neue S-Bahnen an die DB für den Betrieb im Netz des Rhein-Main-Verkehrsverbunds

(bombardier/uh) Nach der Bestellung von 87 Triebzügen der Baureihe 430 für die Region Stuttgart, deren Produktion gerade angelaufen ist, hat die DB weitere 90 Triebzüge dieser Baureihe für den Verkehr im Rhein-Main-Verkehrsverbund bei Bombardier bestellt. Die neuen vierteiligen Triebzüge sollen bereits ab Dezember 2014 zum Einsatz kommen.

24 Schwenktüren sorgen beim 430 für einen schnellen Fahrgastwechsel, zudem sind alle Übergänge zwischen den Wagen begehbar. Die Höchstgeschwindigkeit des Triebzugs liegt bei 140 km/h. Die Triebzüge werden bei Bombardier und Alstom gebaut und dann 2014 an die DB ausgeliefert.

Die Russischen Eisenbahnen (RZD) haben 2009 bei Siemens erste Triebwagen vom Typ Desiro RUS bestellt, welche seit April 2011 in Krefeld-Uerdingen gefertigt werden. Das Fahrzeug ist eine Weiterentwicklung des Desiro ML und wurde speziell an den russischen Markt angepasst. Dazu gehören unter anderem die Kälteresistenz bis minus 40 Grad Celsius, breitere Wagenkästen sowie Drehgestelle mit 1.520 mm Spurweite. Foto (13. Februar 2012): Bernd Piplack
Die Russischen Eisenbahnen (RZD) haben 2009 bei Siemens erste Triebwagen vom Typ Desiro RUS bestellt, welche seit April 2011 in Krefeld-Uerdingen gefertigt werden. Das Fahrzeug ist eine Weiterentwicklung des Desiro ML und wurde speziell an den russischen Markt angepasst. Dazu gehören unter anderem die Kälteresistenz bis minus 40 Grad Celsius, breitere Wagenkästen sowie Drehgestelle mit 1.520 mm Spurweite. Foto (13. Februar 2012): Bernd Piplack

Am 13. Februar 2012 wurden die ersten Desiro RUS in Krefeld bei Siemens auf Tieflader verladen. Der Weg ging über die Straße in den Krefelder Hafen und von dort weiter mit dem Schiff via Amsterdam und Sassnitz nach St. Petersburg. Foto: Bernd Piplack
Am 13. Februar 2012 wurden die ersten Desiro RUS in Krefeld bei Siemens auf Tieflader verladen. Der Weg ging über die Straße in den Krefelder Hafen und von dort weiter mit dem Schiff via Amsterdam und Sassnitz nach St. Petersburg. Foto: Bernd Piplack 


Copyright © LOKRUNDSCHAU (magazin@lokrundschau.de)
Letzte Aktualisierung am 20. Februar 2012

Home Inhaltsverzeichnis Revisionsdaten Wagen-Portrait